Bilder von gefrorenen Seifenblasen sind gerade Trend. Und da wir in der letzten Woche ein paar kalte Tage hatten, habe ich es gleich mal ausprobiert! Und ich muss sagen – das macht Spaß und die Ergebnisse sind so schön unterschiedlich! Das werde ich sicherlich demnächst noch einmal ausprobieren. Hoffentlich wird es bald wieder kälter!

Was benötigst du für SEifenblasen-Bilder?

Eigentlich nicht viel:

  • es muss sehr kalt sein, bei mir waren es -3°C, noch kälter wäre aber noch besser
  • handelsübliche Seifenblasen
  • evtl. einen Strohalm
  • eine ansprechende Umgebung, gern mit etwas Gegenlicht

Vorbereitung und REcherche

Bei meiner Vorab-Recherche bin ich auf dieses Video von „Stoeckemaennchen“ gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=1epwZKc2Bs4&t=14s

Sie erklärt ganz einfach, wie sie die Seifenblasen macht – nämlich mit einem Strohalm. Das hat mir zwar sehr eingeleuchtet, in der Praxis konnte ich das aber nicht wirklich gut, muss ich wohl noch üben.

Deshalb habe ich dann doch das normale – ja, wie nennt man denn das Ding? Ich habe die Seifenblasen auf jeden Fall mit einer ganz normalen Seifenblasenflasche gemacht. Beim Pusten sind jeweils mehrere Seifenblasen entstanden und ich habe mir dann einfach die ausgesucht, die mir am besten gefielen. Die habe ich dann fotografiert, wenn sie anfingen zu gefrieren. Ein Teil der Seifenblasen platzt natürlich, aber es waren immer noch ausreichend Seifenblasen als Fotomotiv übrig.

Wie bin ich vorgegangen?

Ich habe die Bilder früh morgens gemacht und es war relativ neblig. Ich mag den kalten Look, der dabei entstanden ist. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, noch einen Versuch bei Gegenlicht zu starten, dann wird die Musterung der Seifenblase noch besser hervorgehoben.

Achtung! Nach ein paar Minuten fallen die Seifenblasen in sich zusammen – du musst also schnell genug sein!

Bei dem nebenstehenden Bild ist die Seifenblase zwar noch nicht ganz gefroren, aber durch den Raureif auf dem Netz und den Schärfeverlauf wirkt es trotzdem sehr interessant auf mich.

Fotografiert habe ich mit einer 50mm-Festbrennweite.

Bei diesem Bild habe ich eine sehr weit geöffnete Blende eingesetzt (f/1.8), bei anderen habe ich sie ein wenig geschlossen (f/4.0). Da es noch relativ dunkel war und ich die Belichtungszeit nicht beliebig verlängern konnte (ich habe ohne Stativ gearbeitet), musste ich teilweise den ISO-Wert hochsetzen (maximal auf ISO 1250). Wenn du mehr über die Einstellmöglichkeiten für Blende, Belichtungszeit und ISO erfahren möchtest, empfehlich dir meinen Grundlagenkurs – da erkläre ich dir alles bis ins Detail!

Fokussiert habe ich manuell – der Automatikmodus hatte hier bei den Lichtverhältnissen und den wenigen Kontrasten doch seine Probleme. Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall mit einem Stativ arbeiten, dann kann ich die Belichtungszeiten etwas verlängern und den ISO-Wert tiefer halten.

So, jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Ausprobieren!